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Einweihung Neuer Glasofen

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Pfarererin Manuela Michalke weihte vor wenigen Tagen im Museumsdorf Baruther Glashütte einen neuen elektrischen Ofen ein. Gäste des feierlichen Anlasses waren auch Vertreter der Kreisverwaltung Teltow-Fläming, unter ihnen Dezernent und Beigeordneter Holger Lademann.

„Die Anschaffung ist eine Zukunftsinvestition. Sie sichert nicht nur den Museumsbetrieb, sondern die Hauptattraktion des Museumsdorfes, das mittlerweile eine erhebliche kulturwirtschaftliche Bedeutung erlangt hat“, betonte Museumsleiter Dr. Georg Goes in seinen Dankesworten.

Diese richteten sich in erster Linie an die Kultur- und Bildungsstiftung Teltow-Fläming der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam, die allein 25.000 Euro Förderung ermöglicht hatte. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und der Förderhöhe, etwa 5000 Euro, tragen der Museumsverein Glashütte e. V. und der Landkreis Teltow-Fläming. Er trägt auch die Last der baulichen Erhaltung des einmaligen Denkmalensembles von Glashütte. „Dass das Feuer nicht vom Regen, der durch ein undichtes Dach rinnt, gelöscht wird, sondern trocken lodert und läutert unter dem imposanten Hängewerk dieser Ofenhalle, dafür gebührt Ihnen Anerkennung“, so Dr. Goes.

Der neue Ofen hat eine Leistung von 20 kW und ist bis 1.500 Grad Celsius ausgelegt. Er gehört einer ganz neuen Generation von Schmelzaggregaten für Glasstudios an. Beheizt wird er mit Kanthal, also Edelmetallstäben, die aus Schweden stammen. Die Ingenieurleistung stammt von der Firma Falorni im toskanischen Empoli, deren Produkte europaweit von Glasstudios nachgefragt werden.

In Glashütte haben seit der Gründung des Standortes im Jahr 1716 ganze 30 Generationen Glasmacher gearbeitet. Viele von waren Christen, sind sie doch in den Baruther Kirchenbücher verzeichnet. „Es ist traditionell in der Glasindustrie, dass Öfen geweiht werden, dass wir Gottes Segen für die Arbeit am Ofen erbitten“, so Dr. Goes. Und so ist es am 14. Dezember 2011 auch geschehen...